Teddybaerly mal ganz privat:

Heute habe ich etwas trauriges zu berichten. Mein lieber Kumpel Rudi ist vor zwei Wochen leider über die Regenbogenbrücke gegangen. Rudi war mein bester Freund und wohnte bei den Nachbarn, aber er gehörte auch bei uns zur Familie. Im Sommer haben wir zusammen lecker Fleisch vom Grill bekommen. Rudi durfte bei mir mit essen und sich auch in unserem Garten sonnen, wir teilten alles.

Da Rudi blind war, konnte er natürlich nicht so schnell und ergiebig Mäuse (ein paar hat er sich aber auch selbst geholt) und andere Leckerbissen fangen. Ich habe ihm dafür welche mitgefangen. Eines Tages hatten wir uns mal ein Buffet gezaubert. Ich habe gefangen, zu Rudi gebracht und er hat aufgepaßt auf unsere Beute. Als meine Assistentin aus der Terrassentür schaute, dachte sie, sie hätte Mäuse auf den Augen. 5 tote Mäuse nebeneinander, Rudi wachend und ich mit Nachschub unterwegs. Sie hat uns aber einfach gelassen und Rudi und ich hatten dann am Ende ein super Festmahl. Lecker.

Meine Assistentin nannte uns das kleine Löwenrudel und ja, so sahen wir auch aus. Rudi und ich lagen im Sommer zusammen im Schatten in der Katzenminze. haben zusammen gejagt und unser Revier erfolgreich gemeinsam

verteidigt. Viele glaubten das erst gar nicht, aber sie konnten sich mit eigenen Augen davon überzeugen. Ich habe Dich nicht im Stich gelassen und Du mich nicht. Zusammen waren wir ein klasse Team. Rudi, wir vermissen Dich alle sehr. Wir hoffen, dass es Dir gut geht da, wo Du jetzt bist.

Die Welt ohne Dich ist ein bißchen weniger bunt und wir vermissen Dein Gegrummel, wenn Du Dir Dein morgendliches Würstchen hier bei uns abgeholt hast. Ich habe die letzten zwei Wochen dort an der Hecke gesessen, wo Du immer hindurch kamst und wir dann zusammen losgezogen sind. Meine Assistentin hat mir erklärt, dass Du nicht mehr kommst. Wir haben uns zusammen die Kerze angesehen, die auf Deinem Grab brennt, ich hab es jetzt verstanden. Wir haben zusammen geweint, weil es weh tut, dass Du nicht mehr da bist.

Aber Alter, das ist ganz schön hart hier jetzt. Immerhin haben wir zusammen das Revier verteidigt, nun muß ich das ganz allein und die fetten Kater aus dem anderen Ring haben das schon spitz bekommen und kommen näher. Ich wünschte, Du wärst noch da, aber eines Tages werden wir uns wiedersehen.

Bis dahin hat meine Assistentin bereits die Verteidigung des Reviers mit übernommen, aber das ist eine andere Geschichte, die erzähl ich euch ein anderes Mal.

Ich bin auch nicht so hart wie immer alle denken und habe Pipi in den Augen, wenn ich an Dich denke mein Freund. Ich werde Dich nie vergessen.

Tschüss Rudi

Teddy Baerly

Tschüss Rudi
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Ein Gedanke zu „Tschüss Rudi

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