Alle Jahre wieder werden Tausende von Hunden, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen und Vögeln “unter den Weihnachtsbaum gelegt”. Die Kinder haben sich doch so sehr ein Haustier gewünscht.

ABER: Tiere eignen sich nicht als Weihnachtsgeschenke, denn sie sind Lebewesen mit einer Seele und die verschenkt man nicht mal einfach so. 

Die Anschaffung eines Haustieres sollte wohl überlegt sein

Natürlich ist ein Jungtier an Heiligabend eine Sensation und die Kinderaugen leuchten glücklich. Mama und Papa oder Oma und Opa sind an diesem Tag einfach die Besten. Aber so eine kleine Katze macht die schöne neue Couch kaputt und pinkelt auf den guten Perserteppich und ein junger Hund nagt an Stühlen und Schuhen mit Begeisterung. Ihre Tapeten können Sie nach einem Jahr erneuern, wenn die Kleintiere und Vögel erst einmal daran geschreddert haben und die Kabel müssen auch alle neu und höher verlegt werden.

Hunde brauchen viel Zuwendung und mindestens drei bis vier Freigänge pro Tag und je nach Größe und Konstitution viel Bewegung. Sie brauchen eine konsequente Erziehung und viel Zeit um SIE erst einmal zu verstehen.

Katzen brauchen Ansprache und nach Möglichkeit Freigang und bringen Mäuse und Vögel als “Geschenke” mit. Sie möchten spielen und gestreichelt werden und man muß täglich das Katzenklo saubermachen, s.a. ⇒ Ein- oder Mehrkatzenhaushalt  ⇒ Wohnungskatze vs. Freigänger 

Vögel brauchen Freiflug und sowohl Vögel als auch Kaninchen und Meerschweinchen brauchen Sozialpartner ihrer Art. Viele meinen, man könne Kaninchen und Meerschweinchen zusammen halten und auch in Zoohandlungen wird das teilweise noch propagiert. Aber das ist falsch. Sie sprechen eine unterschiedliche Sprache. Das wäre so, als würde man als Mensch mit einem Schimpansen zusammen wohnen.

An Ostern und im Sommer, wenn die Tiere dann nicht mehr so klein und niedlich sind und man in den Urlaub fahren möchte, benötigt man einen Tiersitter oder am besten ein Hotel, in das man seinen Hund mitnehmen kann. Viele Tiere werden zu dieser Zeit an Brücken und Autobahnraststätten einfach ausgesetzt und zurückgelassen.

Aber das ist KEINE Lösung und wird mittlerweile zum Glück auch strafrechtlich verfolgt.

Lebenserwartung und Kosten von Haustieren

Ein Katzenleben kann durchaus 20 Jahre und länger dauern (Katzenleben in Menschenjahren), ein Hundeleben um die 15 Jahre, ebenso das eines Vogels und Kaninchen und Meerschweinchen haben eine Lebenserwartung von 10 Jahren und mehr. Deswegen muß man sich vorab immer die Frage stellen: Habe ICH die nächsten 10-20 Jahre WIRKLICH Lust und Zeit auf ein bis zwei Haustiere?

Futter, Einstreu, Katzenstreu, Leinen, Geschirre, Näpfe, Käfige, Impfungen, Tierarzt usw., das alles kostet viel Geld im Laufe eines Tierlebens. Die Kinder werden älter und haben ihre eigenen Interessen, aber die Tiere bleiben. Haben Sie dann genug Zeit und Ausdauer für sie? Aber auch die Tiere werden älter und manchmal auch krank. Dann müssen sie gepflegt und gehegt werden, was Zeit, Geld und Kraft kostet.

Wer jetzt auf die glorreiche Idee kommt, seinem Kind einen Hamster zu schenken, weil die Lebenserwartung und die Kosten überschaubar sind, dem sei gesagt: Hamster sind nachts aktiv, wenn die Kinder schlafen und sie schlafen, wenn die Kinder aktiv sind. Nehmen Sie davon Abstand, denn Hamster gehören nicht in ein Kinderzimmer.

Das richtige Haustier finden

Für diejenigen, die sich die Anschaffung eines oder mehrerer Haustiere ganz genau überlegt haben und es zu 150 % wollen, sei noch ein Hinweis erlaubt. Die Tierheime sind voll von Tieren, die ein schönes warmes und liebevolles Zuhause suchen. Genau dort findet man meist genau das geliebte TIER, das man ein ganzes Leben lang begleiten und liebhaben möchte.

Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit und würde mich freuen, wenn mein Beitrag geteilt wird. Noch viel zu viele Menschen sind in der Weihnachtszeit in den Tierhandlungen unterwegs auf der Suche nach DEM TIERISCHEN Weihnachtsgeschenk.

 

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Tiere sind KEINE Weihnachtsgeschenke

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