Viele Pflanzen sind giftiger für Katzen als wir Menschen denken. Gerade in der Adventszeit steht in vielen Haushalten ein Weihnachts- oder auch Christstern. Die darin enthaltene Wolfsmilch kann tödlich sein für Katzen.

Nach einem dunklen tristen Winter haben wir oft das Bedürfnis, uns mit wunderschön anzusehenden Tulpen und Narzissen einen Hauch von Frühling in unser Zuhause zu holen.

Leider sind die meisten Schnittblumen giftig für Katzen oder aber pestizidbehandelt. Im Sommer habe ich einige Blumengeschäfte und Gärtnereien getestet und die Erfahrung gemacht, dass man mir in einigen (nicht in allen) Geschäften trotz mehrfacher Nachfrage und Hinweisen auf meine Katzen hochgiftige Blumen empfahl, die angeblich für Katzen völlig ungefährlich sein sollten. Wenn es nicht nur ein Test gewesen wäre, hätte meinen Katzen großes Leid widerfahren können.

Schnittblumen – nein danke oder nur dort, wo eine Katze unter keinen Umständen ran kommt

Katzen sind Akrobaten, können überall hin springen, kommen (fast) überall drauf und lieben das Verbotene. Deswegen ist es umso wichtiger, dass man weiß, welche Pflanzen für Katzen giftig sind, damit man nicht nach einem großen Leid am Ende ohne Katze ist.

Auf der sicheren Seite ist man nur, wenn man die Finger komplett von Schnittblumen und Zimmerpflanzen läßt, sie in einen Glasschrank oder an einen 100%-ig sicheren Ort stellt oder sie gegen Stoffblumen eintauscht.

Weiterhin muss man als Katzenhalter wissen, dass abgestandenes Blumenwasser von Schnittblumen oder Blumentöpfen auch sehr hoch im Kurs bei Katzen steht.

Blumenwasser nimmt die Giftstoffe der Pflanzen auf und gehört unter keinen Umständen in die Pfoten oder das Mäulchen von Katzen.

Statt Zimmerpflanzen und Schnittblumen sollte man lieber auf Katzengras, Zitronenmelisse und Katzenminze zurückgreifen. Auch sie haben schöne Blüten, sind ungiftig und mit einem schönen Übertopf kann man Katzengras sogar auf der Fensterbank einigermaßen attraktiv in Szene setzen. =>Katzengras ohne Widerhaken und scharfe Kanten selbst anpflanzen

Balkon- und Gartenblumen

Die wenigsten Katzenhalter wissen, dass Blumenzwiebeln hochgiftig sind für Katzen und insbesondere Jungtiere diese nur zu gern im Garten wieder ausgraben und mit ihnen spielen.

Auch auf die überall sehr beliebten Geranien sollte dringend verzichtet werden, wenn es den Katzen möglich ist, an die Blumenkästen und -kübel zu gelangen. Eine Alternative sind katzensichere Hängeampeln.

Aber Vorsicht: Nachdem man die vertrockneten Blüten abgepflückt hat, sollte man sich immer gründlich die Hände waschen.

Katzen wissen selbst, was giftig ist?

Viele Menschen sind noch immer der Meinung, dass Katzen instinktiv wissen, was giftig für sie ist, aber das ist ein Irrglaube. Die zahlreichen Vergiftungen, die bei Tierärzten vorgestellt werden, bestätigen das. Die meisten Katzen leben seit Generationen ausschließlich in der Wohnung oder im Haus. Ihnen fehlen die Ur-Instinkte und sie konnten auch nicht von den Erfahrungen ihrer Katzenmütter lernen. Wer eine sehr erfahrene Katze hat, die noch dazu von einem Bauernhof kommt und schon immer Freigang hatte, braucht sich in der Regel keine Sorgen machen.

Aber Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel:

Mein Mann hätte gern ein Pampasgras für unseren Garten gehabt. Er bekam auch eins, aber trotz großzügigem Katzengrasangebot, Katzenminze und Baldrian in freier Natur, hat sich unser Kater SOFORT auf dieses Pampasgras gestürzt und fand es wahnsinnig schmackhaft. Pampasgras ist zwar nicht giftig, hat aber – wie viele andere Ziergräser auch – Widerhaken, die lebensgefährliche Verletzungen in der Speiseröhre und im Magen verursachen können.

Nun steht das Pampasgras in einem katzenfreien Garten und wächst und gedeiht dort. Aber man braucht nicht traurig sein, wenn man gewisse Pflanzen nicht haben kann, denn dafür hat man wundervolle Geschöpfe an seiner Seite und kann sich jeden Tag an ihnen erfreuen.

Was ist dagegen schon Pampasgras? => Pampasgras =>Gefahr für Katzen

Vorbeugung und Wissen sind der beste Schutz vor giftigen Pflanzen.

Giftige Zimmerpflanzen für Katzen

Die Liste ist NICHT vollständig und beinhaltet wirklich nur die gängigsten Pflanzen, darf aber gerne ausgedruckt und weitergegeben werden. Wer eine bestimmte Pflanze oder eine komplette Liste sucht, findet sie unter diesem Link  Giftpflanzendatenbank der Uni Zürich

Im übrigen gelten all diese Hinweise nicht nur für Katzen, sondern auch für Hunde und Kleintiere. Sollte Ihre Katze sich merkwürdig verhalten, sollten Sie immer an eine Vergiftung denken:

=> Vergiftungssymptome bei Katzen

=> Vorsicht Gift für Katzen – mit Spot-ons durch Permethrinvergiftung

Giftige Pflanzen für Katzen

9 Gedanken zu „Giftige Pflanzen für Katzen

    • November 29, 2018 um 9:21 am
      Permalink

      Vorbeugen ist der beste Schutz vor großem Leid. <3

      Antworten
      • November 29, 2018 um 2:58 pm
        Permalink

        Siehste. Wir waren heute auf Einkaufstour – und ich bin ja auch eine absolute Pflanzenliebhaberin, falls du meine Blogeinträge ein wenig verfolgt hast. Und nun standen sie da in Reih und Glied, die hübschen Weihnachtssterne, Kakteen und so weiter.
        Hat mir gar nichts ausgemacht, daran vorbeizugehen, zu wichtig ist es mir, dem Charlie gar keine Gefahr vorzulegen.

        ER ist übrigens immer anhänglicher und schmust. Er muss wohl mit den beiden anderen Katzen und dem neuen Hund viel Schmach erlitten haben.

        Ich habe ihm oben die “Augenbrauen-Lang-Haare” abgeschnitten – wachsen diese nach?

        Aus seinen Ohren stehen auch kleine Haarbüschel hervor – soll ich die lassen oder vorsichtig entfernen?

        Danke im Voraus und ganz herzliche Grüße zu dir.

        Antworten
        • November 30, 2018 um 9:59 am
          Permalink

          Das ist alles super. Ich freue mich sehr, dass sich Charlie nun bei euch erholen kann und dass Dein Mann sich in ihn verliebt hat und auch eine super schöne Aufgabe hat durch ihn.

          Ich bin nicht sicher, was Du mit Augenbrauenlanghaare meinst. Doch nicht die Tasthaare oder? im Prinzip wachsen alle Haare nach, wie bei uns Menschen auch. Ich habe mir die Bilder von Charlie angesehen und würde da keine Haare abschneiden, auch nicht die an den Ohren. Das hat meist so seine Richtigkeit und die Haare schützen die Ohren. Man sollte das nur machen, wenn es gesundheitliche Probleme verursacht….z.B. nach innen wächst oder Entzündungen in den Ohren verursacht. Ansonsten bitte alle Haare dran lassen 😉 Viel Freude mit dem Süssen. Er ist echt ne Zuckerschnute. Hätte mich auch verliebt in ihn <3

          Antworten
          • November 30, 2018 um 10:08 am
            Permalink

            Es waren zwei extrem lange Haare oberhalb der Augen; eines davon war völlig verklebt, beim Streicheln habe ich mich darin verfangen, und das dürfte für ihn ein “Ziepen” gewesen sein; seitdem die zwei Zipfelchen weg sind, fühlt er sich auch deutlich wohler. Okay, dann lass ich das mit den Ohren.

            Charlie ist so was von süß ………….. schwärm. Ja, und mein Mann sagte: den geben wir nie wieder weg – es soll ihm hier richtig gut gehen – er soll diese “Rasselbande”, die ihn so geärgert hat, nie wieder sehen 😉

            Habe heute die neue Toilette hingestellt – hat er einmal daran “geschnüffelt” – ist rein gegangen, alles okay. Er ist auch so unwahrscheinlich unkompliziert. Danke für deine Antwort.

            Ganz liebe Grüße zu dir ❤

          • November 30, 2018 um 11:12 am
            Permalink

            Wenn die gestört haben, dann ist es doch okay. Klingt nach großer Liebe <3

  • November 30, 2018 um 10:51 am
    Permalink

    Wenn du das Bild anschaust, wo er auf meinem Schreibtischstuhl sitzt – siehst du das extrem lange Haar über seinem Auge. Tasthaare muss ich mal googeln – es hat ihn aber sehr gestört.

    Antworten
  • November 30, 2018 um 10:53 am
    Permalink

    Nein. Waren nicht die Tasthaare (Schnurrbart). Die würde ich eh nie kürzen. Danke für deine Geduld.

    Antworten
    • November 30, 2018 um 11:13 am
      Permalink

      Kein Problem….immer gern <3

      Antworten

Ich freue mich über jeden netten Kommentar. Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht (s. Datenschutzerklärung)

%d Bloggern gefällt das: