Vieles, was wir in unserem Haushalt haben oder gar als Lebensmittel verwenden, kann für unsere Katzen giftig oder tödlich sein. Ich habe deswegen einmal eine Liste zusammengestellt mit den wichtigsten Giften und Gefahrenquellen für Katzen.

Giftige Lebensmittel für Katzen
  • Weintrauben/Rosinen – die Dosis, die zu Vergiftungserscheinungen führen kann, liegt schätzungsweise bei 11.5 g pro kg Körpergewicht des Tieres, Rosinen sollen noch giftiger sein als Weintrauben
  • Ätherische Öle – gerade die in Duftlampen
  • Thymianöl
  • Aspirin bzw. Acetylsalicylsäure – für Katzen in humanmedizinischer Dosierung äußerst schädlich (Vergiftungserscheinungen) bis tödlich
  • Avocado
  • Schneckenkorn und andere Gartengifte
  • Insektizide
  • Reinigungmittel – vorsichtiger Umgang damit, wenn Kinder und Tiere im Haus sind
  • Febreze soll Zinkchlorid beinhalten, welches auf Hunde, Katzen und Vögel in größeren Mengen toxisch wirken kann. Mir sind keine Vergiftungsfälle bekannt, jedoch wie bei allen Reinigungsmittel sollte man vorsichtig sein im Umgang damit mit Kindern und Tieren im Haus
  • Mottenkugeln
  • Teebaumöl – für Katzen hochgiftig, für Hunde gibt es dazu noch keine Studien. Teebaumöl geht jedoch über die Haut in den Blutkreislauf, Katzen schlecken es auch ab und es kommt dann zu Vergiftungserscheinungen. Leider gibt es noch immer viele Empfehlungen Teebaumöl bei Parasitenbefall zu nutzen. Tun Sie es zum Wohle Ihrer Katze nicht!
  • Knoblauch – große Mengen und bei Einnahme über einen längeren Zeitraum auch in kleinen Mengen – 5 g pro kg Körpergewicht können tödlich sein
  • Zwiebeln und Zwiebelgewächse – weder roh noch gekocht
  • Nüsse – sehr giftig sind gerade vom Baum gefallene grüne feuchte Walnüsse und Macadamiannüsse
  • Schokolade / Kakao – Tödliche Dosis: 60 g Milchschokolade und 8g Blockschokolade (Kakaogehalt ist entscheidend
  • Nikotin/Tabak
  • Obstkerne – Blausäure darin
  • rohes Schweinefleisch – Aujetzki-Virus
  • Nachtschattengewächse – rohe Auberginen, rohe Kartoffeln, grüne Tomaten, grüne Paprika
    rohe Hülsenfrüchte – Blähungen
  • gekochte, gegrillte, gebratene Knochen – durch die Zubereitung werden die Knochen porös und können splittern
  • salzige Knabbereien und Lebensmittel – besonders in größeren
  • rohes Eiklar (in großen Mengen) – nur das Eigelb füttern
  • Milchprodukte (nicht alle Katzen), nur wenn eine Laktoseintoleranz besteht kann das zu Durchfall und Hautproblemen führen
  • Kaffee
  • Rettich und Kohl – Blähungen
  • Pilze
  • Speisen – direkt aus dem Kühlschrank – zu kalt für den Magen
  • Muskatnuss
  • Geflügelknochen
  • Süßstoffe
  • Weihnachtssterne – Wolfsmilchgewächse generell
  • Palmen
  • Gießwasser – gerade auch wenn Düngemittel verarbeitet wurden
  • Medikamente, die für Menschen sind
  • E210 (Benzoesäure), E 211 (Natriumbenzoat), E 212 (Kaliumbenzoat) und E 213 (Kalziumbenzoat). Die Konservierungsmittel E210 (Benzoesäure), E 211 (Natriumbenzoat), E 212 (Kaliumbenzoat) und E 213 (Kalziumbenzoat) sind in Hunde- und Katzenfutter gesetzlich verboten. Für Katzen können bereits laut Ökotest 5 Promille zu enormen Vergiftungserscheinungen führen und tödlich sein. Natriumbenzoat ist z.B. in vielen Fertigsalaten (wie Kartoffelsalat) enthalten
  • Jod – Katzen können darauf sehr empfindlich reagieren, z.B. mit Magen-Darm-Entzündungen und Herzminderleistung.
  • Gemüse kann in Maßen gegeben werden, jedoch ist immer zu beachten, dass Katzen Carnivoren (Fleischfresser) sind

Sehr viele Zimmerpflanzen (fast alle) sind giftig für Katzen – besonders Palmen und Weihnachtssterne und alle Zwiebelpflanzen. Auch viele Schnittblumen und vor allem die Gräser dazwischen, ebenso viele Gartenpflanzen. Hier ist besonders auch auf Blumenzwiebeln acht zu geben, weil diese gern zum Spielen ausgebuddelt werden. Gerade aber Lilien-, Narzissen-, Maiglöckchenzwiebeln sind hochgiftig. Weiterhin sind im Garten viele Pflanzen und Beeren giftig. Hier sollte man immer darauf achten, dass die Tiere davon nichts fressen. => Giftige Pflanzen für Katzen 

Weitere Gefahrenquellen für Katzen
  • Lametta und Geschenkband – Katzen lieben beides und spielen gern damit. Wenn sie es verschlucken, kann es tödlich sein
  • Weihnachtsbäume, Glaskugeln, Schneespray – Katzen lieben funkelnde Glaskugeln an Weihnachtsbäumen und wollen damit spielen. Hierbei besteht die Gefahr, dass sie sie Weihnachtsbäume komplett mit umreißen bzw. sich Schnittwunden an den zerbrochenen Glaskugeln zuziehen.
  • Schneespray ist hochgiftig
  • Ungesicherte Kippfenster sind hochgefährlich für neugierige Katzen. Geraten sie dazwischen besteht die Gefahr von Lähmungen bzw. qualvollem Tod. Einen Kippfensterschutz erhalten Sie in jedem Zoohandel
  • Kerzen – Katzen sind neugierig und frech und gehen gern auch mal auf den Tisch, wenn man sie gerade nicht beobachtet. Deswegen sollten keine ungesicherten Kerzen mit Katzen allein gelassen werden
  • Plastiktüten – Katzen lieben Plastiktüten, aber dabei besteht Erstickungsgefahr. Deswegen keine Plastiktüten ungesichert herumliegen lassen
  • Schnüre von Jalousien – Strangulierungsgefahr!

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn gerade in der Pflanzenwelt gibt es endlos viele giftige Gefahren für unsere Haustiere. Ergänzungsvorschläge nehme ich gerne an – in den Kommentaren.

Die Liste untersteht dem © der Naturheilpraxis für Tiere – Ilona Einfeldt – Die unberechtigte Vervielfältigung und Weitergabe für kommerzielle Zwecke ist untersagt. Für private Zwecke ist der Ausdruck und die Weitergabe ausdrücklich erlaubt.

Vorbeugung ist der beste Schutz

=> Vorsicht Gift für Katzen  – Permethrinvergiftung

=> Giftige Pflanzen für Katzen

=> Vergiftungssymptome bei Katzen

Vorsicht giftig für Katzen
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8 Gedanken zu „Vorsicht giftig für Katzen

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