Hauskatzen und Straßenkatzen

Derzeit leben etwa 13 Millionen Katzen in deutschen Haushalten. Hinzu kommen geschätzte 3-4 Millionen Straßenkatzen ohne Zuhause und sie führen mitunter ein erbärmliches Leben mit Krankheit und Hunger und gehen häufig qualvoll zu Tode. Sie haben kein Zuhause, niemanden, der sich liebevoll um sie kümmert oder sie füttert.

Kastrationsverantwortung und Kastrationspflicht

Eine der Ursachen sind Tierhalter, die sich nicht in der Verpflichtung fühlen, ihre Freigänger kastrieren zu lassen. Auch sie tragen zu dem Elend der Straßenkatzen bei, indem sich Ihre Freigänger ungehindert mit Streunern vermehren. Um diesem Elend ein Ende zu bereiten, führen viele Gemeinden mittlerweile die Kastrationspflicht für Katzen ein. Schade, dass das notwendig ist, denn wenn jeder Katzenhalter etwas mehr Verantwortung zeigen würde, bräuchte man diese ganzen Pflichten und Regeln gar nicht.

Aber die Freigänger aus Privathaushalten sind nur eine Ursache. Eine weitere ist natürlich die Vermehrung unter den Strassenkatzen selbst. Eine Katze ist etwa mit 5-6 Monaten geschlechtsreif und kann 2-3 mal im Jahr zwischen 2 und 6 Jungen zur Welt bringen. Auch diese sind wieder mit 5-6 Monaten geschlechtsreif, vorausgesetzt sie überleben überhaupt und erkranken, verhungern oder erfrieren nicht vorher.

In vielen Regionen gibt es mittlerweile viele ehrenamtliche Tierschützer und Tierschutzvereine, die liebevoll Katzenhäuser / Winterhäuser einrichten oder Futterstellen für die vielen wild lebenden Katzen betreiben. Aber das reicht natürlich nicht, um die Vermehrung zu stoppen, denn sonst werden es immer mehr und mehr Katzen, die so ein elendiges Leben führen müssen.

Nachhaltiger Katzenschutz in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein findet zweimal im Jahr eine Kastrationsaktion Straßenkatzen statt. In diesem Jahr können noch bis zum 22.11.2021 Straßenkatzen kostenlos kastriert werden. Wer mehr wissen möchte, findet hier mehr => Nachhaltiger Katzenschutz in Schleswig-Holstein

Aber auch in anderen Bundesländern und Regionen finden immer wieder finanzierte Straßenkatzenkastrationen statt. Wer daran Interesse hat, kann sich beim Tierschutzbund darüber informieren. HIER => Tierschutzbund – freilebende Katzen

Der Tierschutzverein Aktion Tier e.V. hat z.B. auch das Projekt Kitty ins Leben gerufen. Schwerpunkt ist hier die Kastration, medizinische Betreuung und kontrollierte Fütterung von Straßenkatzen. Wer mehr wissen möchte, findet hier mehr => https://www.aktiontier.org/projekte-partner/projekt-kitty/

Auch ich lebe mit zwei Katern zusammen, die selbstverständlich kastriert sind. Ich weiß, dass die Entscheidung dazu nicht immer ganz einfach ist, weil es sich um eine Operation handelt und man Sorge um seine Fellnasen hat. Aber wenn man weiß, dass man damit viel Katzenelend verhindern kann, dann wird die Entscheidung leicht.

Jimmy und Rocky nach der Kastration endlich wieder Zuhause (noch müde von der Narkose).

Straßenkatzen – Kastration kann Leben retten

3 Kommentare zu „Straßenkatzen – Kastration kann Leben retten

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